St. Wolfgang und die Pippinger Straße

Die Pippinger Straße führt seit vielen Jahren - zum Teil über Privatgrund - sehr knapp an dem kunsthistorisch bedeutenden Kleinod St. Wolfgang (geweiht 1480). Um weiteren Schaden durch den starken Verkehr von der Kirche abzuhalten, bemüht sich die Pfarrgemeinde daher seit langem, die straße nach Osten von der Kirche abzurücken.

Der amtierende Ortsvorsitzende der CSU Obermenzing, Frieder Vogelsgesang, ist in seiner Funktion als Vorsitzender der Bürgervereinigung Obermenzing e.V. seit 2005 intensiv in die Planungen zur Sanierung des Kleinodes eingebunden. Im Zusammenhang mit dieser Sanierung - offizieller Baubeginn war nach verschiedenen zuvor bereits durchgeführten Sicherungsmaßnahmen im Februar 2010 - wurde auch der Wunsch der Verlegung der Straße wieder aufgegriffen und seither intensiv verfolgt.

19. Oktober 2010

Beschluss im Bauauschuss: Ortstermin findet statt

Das Baureferat hat zur heutigen Sitzung eine überarbeitete Beschlussvorlage mit Hinweisen zu einer möglichen Trassenführung der Pippinger Straße und Schätzkosten vorgelegt. Im Ergebnis wurde das Baureferat antragsgemäß beauftragt, einen Ortstermin - wie von Stadträtin Sabathil beantragt - durchzuführen.

BESCHLUSS (PDF)

Die Haltung des örtlichen Bezirksausschusses findet in der Stadtratsvorlage keine Erwähnung.

13. Oktober 2010

Dringlichkeitsantrag von Stadträtin Ursula Sabathil

Für die Sitzung des Bauausschusses am 19. Oktober 2010 stellte Stadträtin Ursula Sabathil in Abstimmung mit dem CSU-Ortsvorsitzenden Frieder Vogelsgesang einen Dringlichkeitsantrag. Die Antragspunkte im Wortlaut:

Ich beantrage:

  • Das gesamte Umfeld von Schloss Blutenburg bis zum sogenannten "Hefeweiher" wird durch die Vertreter der städtischen Referate  im Rahmen einer gemeinsamen Ortsbegehung mit Vertretern der Kirchengemeinde, des örtlichen Bezirksausschusses, den betroffenen Referaten (Planungsreferat / Untere Naturschutzbehörde, Baureferat Tiefbau, Untere Denkmalschutzbehörde), Polizei und evtl weiteren Vertretern von tangierten Dienststellen baldmöglichst in Augenschein genommen.
  • Verschiedene Planungsvarianten und deren mögliche Teilausführungen werden dargestellt. Hierbei sind die bisherigen Überlegungen des mit der Sanierung von St. Wolfgang befassten Architekten wie auch einer Schülerarbeitsgruppe des Bert-Brecht-Gymnasiums im Rahmen derer Praktikumsarbeit mit einzubeziehen und zu bewerten.
  • Die Kosten der Maßnahme und möglicher einzelner Teilabschnitte sind grob überschlägig darzustellen.
  • Das Baureferat berichtet dem Stadtrat von den Ergebnissen der
    Abstimmungsgespräche bis spätestens März 2011

ANTRAG (PDF)

 

5. Oktober 2010

Bezirksausschuss spricht sich gegen Beschlussvorlage aus

In seiner öffentlichen Sitzung moniert der BA, dass "ein der Stadtratsvorlage vorangegangenes Gespräch" nicht stattfand. Auf Vorschlag von CSU-Fraktionssprecher Frieder Vogelsgesang wird ein gemeinsamer Ortstermin beantragt.

29. September 2010

Architekt Florian Igl im Unterausschuss Planung

Auf Initiative von Frieder Vogelsgesang erhält Architekt Florian Igl die Möglichkeit im Unterausschuss Planung des Bezirksausschusses ein mögliches Konzept zur Verlegung der Pippinger Straße vorzustellen. Den Ausschussmitgliedern erscheint eine Straßenverlegung zweifelsfrei ein großer Gewinn.

28. September 2010

Bauausschuss vertagt Beschluss

Da eine Vielzahl von Fragen in der Beschlussvorlage nicht beantwortet sind, vertagen die Mitglieder des Bauausschusses die Beschlussfassung.

17. September 2010

Untere Naturschutzbehörde gegen Straßenverlegung

Mit großer Überraschung, ja Bestürzung, registrieren die Teilnehmer der Lenkungsgruppe St. Wolfgang, dass offensichtlich eine Verlegung der Pippinger Straße abgelehnt werden soll, da sich die Untere Naturschutzbehörde dagegen ausspricht.

Frieder Vogelsgesang erhält am Nachmittag die Beschlussvorlage, die bereits am 28. September2010 im Bauausschuss - ohne vorherige Einbindung des Bezirksausschusses - verabschiedet werden soll und bittet in seiner Funktion als Vorsitzender der Bürgervereinigung Obermenzing e.V. umgehend per E-Mail fraktionsübergreifend die örtlichen Stadträte um Unterstützung, die Vorlage in dieser Form abzulehnen. Viele Aspekte der Straßenverlegung sind in dieser Vorlage gar nicht erst erwähnt oder berücksichtigt. Lediglich die ablehnende Haltung der Unteren Naturschutzbehörde kommt zur Sprache.

2. März 2010

CSU-Fraktion fragt nach Sachstand

Ein Jahr nach dem Initiativantrag zur Verlegung der Pippinger Straße liegt dem BA noch keine Rückantwort vor. Die CSU-Fraktion bittet daher im Rahmen einer Anfrage um Mitteilung des Sachstands.

ANFRAGE (PDF)

5. Januar 2010

Landesdenkmalrat von beabsichtigter Straßenverlegung angetan

Der Regionalausschuss Oberbayern des Landesdenkmalrats besichtigt im Rahmen seiner Ortstermine zur aktuellen Diskussion um eine mögliche Anpassung von ensemblegeschützten Ortskernen auch das Ensemble St. Wolfgang und äußert sich sehr positiv über die beabsichtigte Verlegung der Pippinger Straße.

12. Mai 2009

Baureferat beabsichtigt Bearbeitung bis Anfang 2010

Das Baureferat teilt den CSU-Stadträten mit, dass aus Sicht des Referats "eine Verbesserung der Situation wünschenswert" ist. Da zahlreiche Abstimmungsgespräche geführt werden müssen, ist die Ausarbeitung einer Beschlussvorlage für den Stadtrat für Anfang 2010 vorgesehen.

3. März 2009

Bezirksausschuss beantragt Verlegung

Nach verschiedenen Vorgesprächen, bringen CSU- und SPD-Fraktion im Bezirksausschuss einen gemeinsamen und umfangreich begründeten Antrag zur Verlegung der Pippinger Straße ein.

ANTRAG (PDF)

Die Stadträte Ursula Sabathil, Josef Schmid und Tobias Weiß bringen im Münchner Stadtrat einen gleich lautenden Antrag ein.

19. November 2008

Lenkungsgruppe St. Wolfgang gegründet

Um die Sanierungsplanung von St. Wolfgang zu koordinieren findet seit heute auf Initiative von Frieder Vogelsgesang regelmäßig im vierwöchigen Turnus ein Abstimmungsgespräch der wesentlichen Beteiligten und Entscheidungsträger statt. Von Anbeginn steht die Verlegeung der Pippinger Straße auf der Tagesordnung. Vogelsgesang berichtet von ersten Gesprächen mit Vertretern des  Baureferats und verschiedenen weiteren Gesprächen über Parteigrenzen hinweg.

14. September 2008

Tag des offenen Denkmals

Das Kleinod St. Wolfgang ist vom Einsturz bedroht. Mit dem heutigen Tag des offenen Denkmals ist die Kirche letztmals der Öffentlichkeit zugänglich. Wenige Ausnahmen werden in den folgenden Jahren folgen.
Die Bürgervereinigung Obermenzing e.V. sammelt derweil aktiv Spendengelder zur Sanierung der Kirche.

25. Juli 2008

Kirchenverwaltung greift Straßenverlegung wieder auf

Im Rahmen eines Planungsgesprächs zur Sanierung der Kirche St. Wolfgang wird eine mögliche Verlegung der Pippinger Straße nach Osten wieder thematisiert. In der Finanzplanung sind Kosten für die Gestaltung der Außenanlagen enthalten, so dass die Kosten der Straßenverlegung für die Stadt München eventuell reduziert werden können.

22. Februar 2006

Ablehnende Haltung des Baureferats

Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wird zwar durch den Gutachter ein Verlegen der Pippinger Straße im Bereich von St. Wolfgang empfohlen und auch der Bezirksausschuss hat dieses Vorhaben begrüßt, das Baureferat spricht sich jedoch dagegen aus. In der Beschlussvorlage des Planungsreferats wird das Baureferat zitiert:
"Eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität vor der Kirche ist zwar grundsätzlich erstrebenswert, allerdings steht der Aufwand in keinem Verhältnis zu dem zu erzielenden Gewinn. ..."
Das Baureferat führt noch weitere ablehnende Begründungen an. 

4. Oktober 2005

Bezirksausschuss wünscht Verlegung der Pippinger Straße

Im Zusammenhang mit verkehrsplanerischen Untersuchungen für den Münchner Westen begrüßt der BA 21 Pasing-Obermenzing, "dass die Planungen zur Verlegung der Pippinger Straße aufgegeben werden." Darüber hinaus hält es der BA für "wünschenswert, wenn die Straße im Bereich der Pippinger Kitrche doch über den Parkplatz geführt werden könnte." Der dadurch frei wedende Platz vor der Kirche könne als Grünfläche genutzt werden.

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